Flussprinzessin's Tutorials
Sonntag, 24. August 2014
Diese Woche leider keine Buchrezension
Aus privaten Gründen wird die Rezension zu "How To Draw Manga - Manga-Figuren entwickeln" erst in 1 - 1 1/2 Wochen erscheinen. Ich bitte euch um euer Verständnis :)
Sonntag, 17. August 2014
Buchrezension "How To Draw Manga - Perfekte Proportionen im Manga"
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|
Quelle:
https://www.carlsen.de/taschenbuch/perfekte-proportionen-im-manga/18715#Presse
|
"Dieser HOW TO
DRAW MANGA-Band widmet sich den Grundlagen des Manga-Zeichnens - und
dies in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Schritt für
Schritt zeigen japanische Autoren und Zeichner innerhalb jedes
Bandes, wie es richtig geht. Der Band richtet sich dabei nicht an
komplette Anfänger, sondern an Fortgeschrittene, die bereits
Erfahrungen gesammelt haben, aber von echten Profis lernen möchten,
wie man Manga richtig zeichnet. In diesem Band geht es um die
richtigen Größenverhältnisse und Proportionen beim Mangazeichnen.
"
"How
To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga" ist der zweite
Band einer Reihe von Zeichenbüchern die seit 2010 im Carlsen Verlag
erschienen sind. Wie der Titel schon verrät, behandelt dieser Band
das Abmessen und zeichnen der menschlichen Proportionen im
Manga-Stil. Dabei wird in vier umfangreichen Kapiteln und auf 182
Seiten erklärt wie das Kopf-Körper-Verhältnis funktioniert, welche
Kopf-Körper-Verhältnisse es gib und wie man auf Grundlage dessen
Proportionen abmisst und zeichnet. Das Buch ist wie sein Vorgänger
sehr schön und selbsterklärend bebildert, die Texte sind lehrreich
und unterhaltsam geschrieben.
Den
größten Anteil in diesem Band haben jedoch die Chibi-Figuren
bekommen, dennoch kommen die anderen Kopf-Körper-Verhältnisse nicht
zu kurz. Sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene ist dieses
Buch eine nützliche Anschaffung, wenn man seine
Proportionskenntnisse vertiefen oder gar neue
Kopf-Körper-Verhältnisse erlernen möchte.
"How
To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga"- Genauere
Betrachtung des Buches
Für alle die noch etwas genauer über den Inhalt und
Aufbau des Buches informiert werden wollen, habe ich in dem folgenden
Artikel den Aufbau der Kapitel inhaltlich zusammengefasst, damit ihr
genau wisst was euch erwartet, solltet ihr einen Kauf in Erwägung
ziehen.
Kapitel
1: Ein Blick hinter die Kulissen: Das skizzieren der richtigen
Proportionen
Das erste Kapitel ist eine Einführung in die
verschiedenen Kopf-Körper-Verhältnisse (ich verwende im folgenden
nur noch KKVs), dabei wird vorallem erst einmal erklärt welche KKVs
als niedlich und welche als attraktiv gelten und wie man sie
verschiedenen Altersgruppen zuordnet.
Anschließend werden die KKVs 1:2 bis 1:6 vorgestellt
und in einer Übung erklärt wie man einen Charakter mit einem 1:6
KKV zu einem Charakter mit 1:2,5 KKV um zeichnet.
Als Abschluss der Einführung folgt ein Gespräch
zwischen Autor Hikaru Hayashi und Mangaka Kazuaki Morita, welchen wir
ja schon aus Band 1 kennen, über Proportionen und Skizzieren. Das
Fazit dieses Gesprächs wird in drei Grundsätzen, um die
Zeichentechnit zu verbessern zusammengefasst.
Kapitel
2: Die Grundlagen der Proportionen
Das zweite Kapitel beginnt mit einer Übersicht und
Erläuterung attraktiver KKVs. Dazu wird unser heutiges
Schönheitsideal mit dem Schönheitsideal des 15. Jahrhunderts
verglichen.
Es folgt eine Doppelseite zum zeichnen eines attraktiven
1:7 KKVs inklusive Kleidung, was allerdings wiedereinmal nur als
Nebensache behandelt und nicht näher erläutert wird.
Nun kommen wir zum sehr chibilastigen Teil, mit einer
Erklärung wie man Chibis in den KKVs 1:2 bis 1:4 zeichnet. Das Ganze
wird nocheinmal durch eine Übersicht aller KKVs inklusive der
attraktiven unterbrochen um anschließend in einen sehr großen
Abschnitt zum Thema Proportionen von Chibis inklusive verschiedener
Posen und Kleidung überzuleiten. Ebenfalls wird auf einer
Doppelseite kurz die Proportionen nach Leonardo da Vinci
angesprochen.
Den Abschluss bildet der Abschnitt Proportionen in
verschiedenen Winkeln zeichnen, dabei wird jeweils ein Beispiel für
ein 1:7 und ein Chibi KKV im Vergleich gezeigt.
Kapitel
3: Stilisierungen die im Manga verwendet werden
Das dritte Kapitel beginnt mit einem Abschnitt über das
Zeichnen von Bewegung. Dabei wir an einfachen Bewegungsabläufen
erklärt wie diese funktionieren und darzustellen sind und bietet
damit eine gute Überleitung zum nächsten Abschnitt. In diesem wird
vermittelt, wie man Actionposen stilisiert. Das Hauptaugenmerkt liegt
dabei auf den Bewegungsabläufen "Laufen", "Springen"
und "Landen".
Da im Manga aber nicht nur Bewegungsabläufe stilisiert
werden, folgt ein Abschnitt über Gesten und Emotionen. Die
Erklärungen und Bilder sind überwiegend im Chibistil gehalten,
lassen sich aber problemlos auf jedes KKV übertragen. Ebenso wie der
letzte Abschnitt des Kapitels, in dem erklärt wird, wie man mit
Hilfe von Licht und Schatten Gesichtsausdrücke übertreit und so
intensiviert.
Kapitel
4: Charakterdesign und Farbgebung
Das vierte Kapitel beschäftigt sich unteranderem mit
dem Charakterdesign von Figuren und dem festlegen von Rollen. Dabei
wird im Beispiel eine Familie entworfen und gestaltet. Der
Hauptanteil dieses Kapitels beschäftigt sich jedoch mit dem Einsatz
von Farbe. Mangaka Kazuaki Morita zeigt am Beispiel eines attraktiven
Charakters den Einsatz von Farbe und ebenfalls die Covergestaltung.
Da nicht jeder die Möglichkeit oder auch Lust hat am PC
zu kolorieren ist ein Beispiel einer Buntstiftkoloration von Hiroko
Shioda gegeben.
Zum Schluss wird noch das Beispiel Catgirls als
spezielle Charaktere kurz angesprochen, aber nicht besonders intesiv
behandelt.
Fazit:
Ein sehr informatives und gut verständliches Buch zum
Thema Proportionen. Es ist nochmal hervorzuheben, dass das Buch sehr
chibilastig ist, in den meisten Fällen lassen sich die Erläuterungen
aber problemlos auf andere KKVs übertragen. Die einzelnen
Unterthemen werden sehr umfangreich behandelt, wenn man von dem
Zusatzthemen im Kapitel 4 einmal absieht.
Dennoch kann ich das Buch nur empfehlen.
Ich hoffe meine Rezension hat euch weitergeholfen.
Nächsten Sonntag geht es weiter mit Band 3 der Reihe "How To
Draw Manga – Manga-Figuren entwickel".
Einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Zeichnen,
eure Flussi
Sonntag, 10. August 2014
Buchrezension "How To Draw Manga - Manga-Skizzen zeichnen"
"Diese Reihe
widmet sich den Grundlagen des Manga-Zeichnens - und dies in einer
Qualität, die ihresgleichen sucht. Sie richtet sich dabei nicht nur
an Anfänger sondern auch an Fortgeschrittene, die bereits
Erfahrungen gesammelt haben, aber von echten Profis lernen möchten,
wie man richtig Manga zeichnet. Speziell wird in diesem Buch das
Zeichnen von Skizzen behandelt, sozusagen die Basis allen
Mangazeichner-Strebens... Schritt für Schritt zeigen japanische
Autoren und Zeichner, wie es richtig geht."
"How
To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" ist der erste Band
einer Reihe von Zeichenbüchern die seit 2010 im Carlsen Verlag
erschienen sind. Wie der Titel schon verrät, behandelt der erste
Band das Manga-Skizzen zeichnen. Dabei wird in vier umfangreichen
Kapiteln und auf 183 Seiten erklärt was eine Manga-Skizze von einer
normalen Skizze unterscheidet und wie man auf Grundlage einer Skizze
eigene Charaktere entwickelt. Das Buch arbeitet sich von
Grundlagen, wie das Zeichnen einzelner Körperabschnitte, hin zu
verschiedenen Posen und Körpertypen. Es wird von Profis anschaulich
erklärt wie man vorgeht und vorallem auch warum man es so macht.
Zusammenfassend kann man sagen, dass " How To Draw Manga –
Manga-Skizzen zeichnen" eine lohnende Anschaffung für alle ist,
die gerade erst mit dem Zeichnen anfangen, aber auch für
Fortgeschrittene, die noch an ihren Zeichentechniken arbeiten wollen.
"How
To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" – Genauere
Betrachtung des Buches
Für alle die noch etwas genauer über den Inhalt und
Aufbau des Buches informiert werden wollen, habe ich in dem folgenden
Artikel den Aufbau der Kapitel inhaltlich zusammengefasst, damit ihr
genau wisst was euch erwartet, solltet ihr einen Kauf in Erwägung
ziehen.
Kapitel
1: Etwas aus dem Kopf zeichnen
Das erste Kapitel behandelt erst einmal den
grundlegenden Unterschied zwischen einer Manga-Skizze und einer
normalen Skizze, den viele (mich eingeschlossen) vielleicht gar nicht
so benennen könnten. Um dies zu verdeutlichen und um den Lesern
direkt Lust auf das Zeichnen zu machen, werden mehrere Auszüge aus
dem Skizzenbuch eines Mangaka inklusive Erläuterungen präsentiert.
Um den Leser nicht gleich ins eiskalte Wasser zu stoßen
bekommen wir auch noch einen Blick hinter die Kulissen und über die
Schultern gleich zweier professioneller Mangaka.
Dadurch werden uns verschiedene Herangehensweisen von
Kazuaki Morita und Takehiko Matsumoto gezeigt. Herr Morita zeigt uns
wie er einen weiblichen Körper und das Close-Up eines Gesichts
zeichnet und Takehiko Matsumoto, der mit einer ganz anderen Technik
skizziert, zeichnet einen jungen Mann und erläutert das Experiment
"Spiegelverkehrt zeichnen"
Abschließend für dieses einführende Kapitel folgt
eine Zusammenfassung des gelernten und ein kleiner Exkurs der
Mangaskizze als Grundlage für eine Illustration.
Kapitel
2: Die Grundlagen für das Zeichnen eines Gesichts im Manga-Stil
Wie der Kapitelname es erahnen lässt fangen wir nun
selber an zu zeichen. Es wird sehr ausführlich und anschaulich
erklärt wie ein Gesicht aufgebaut ist und welche verschiedenen
Gesichtsformen und Stilisierungen es gibt. Danach wird die
Schwierigkeit ein bisschen erhöht und der Grundaufbau des Kopfes als
dreidimensionales Objekt bildlich und schriftlich erläutert. Dabei
bleibt immer noch alles sehr gut nachvollziehbar und fördert das
Verständnis für die Darstellung eines Kopfes.
Anschließend werden uns sehr detailliert die einzelnen Gesichtsmerkmale erklärt und wie sie darzustellen sind.
Anschließend werden uns sehr detailliert die einzelnen Gesichtsmerkmale erklärt und wie sie darzustellen sind.
Abschließend für dieses Kapitel und meiner Meinung
nach überaus sinnvoll und sehr gut erklärt, wenden wir uns den
Gesichtsmuskeln und ihren Einfluss auf den Gesichtsausdruck zu. Dabei
werden ein paar Gesichtsausdrücke wie z.B. Wut, Überraschung und
Lächeln als Beispiele gezeigt wie sich die Muskeln unter der Haut
bewegen um ein besseres Verständnis für die Darstellung des
Gesichtsausdrucks zu gewährleisten. Man hat in einer
Gegenüberstellung das fertige Manga-Gesicht und daneben die
Darstellung der Muskulatur und wie diese sich bei einem solchen
Gesichtsausdruck verhält.
Kapitel
3: Körper im Manga-Stil zeichnen
Nachdem wir also gelernt haben wie man einen Kopf und
das Gesicht zeichnet und dabei auch noch was über die
Gesichtsmuskulatur gelernt haben, geht es nun daran Körper im
Mangastil zu zeichnen.
Etwas ungewöhnlich im Vergleich mit anderen
Zeichenbüchern fangen wir in "Manga-Skizzen zeichnen" mit
der Rückansicht auf Basis der Wirbelsäule an. Das ist meiner
Meinung nach allerdings ein besserer Ansatz als dem Leser einfach
eine Figur vor die Nase zu stellen in die die einzelnen Gelenke
eingezeichnet sind und zu schreiben: "So wird's gemacht!".
Hier wird erst einmal anschaulich und gut bebildert
erklärt wie die Wirbelsäule funktioniert und welche Bewegungen
möglich sind, um anschließend in einer Schritt für Schritt
Zeichnung zu erklären wie man mit diesem Wissen einen überzeugenden
Körper zeichnet. Dabei werden gleich verschiedene Perspektiven und
Posen mit einbezogen und erklärt.
Da man aber nicht nur Charaktere von hinten oder der
Seite zeichnet wird im nächsten Abschnitt die Medianlinie als
Pendant zur Wirbelsäule erklärt. Diese Linie wird oft auch als
Mittelline genannt und dient der Darstellung der Wirbelsäule auf der
Vorderseite des Körpers.
In mehreren Beispielen wird gleich erklärt wie man mit
der Medianlinie natürliche Posen gestalten kann und leitet in einen
kleinen Exkurs zum Thema Körperschwerpunkt über.
Nun geht es richtig Tief in die Materie Anatomie und
Proportionen in einem sehr umfangreichen Teil des dritten Kapitels.
In dem Unterpunkt "Aufbau des Körpers"
beschäftigen wir uns mit dem Knochenbau und den verschiedenen
Muskelgruppen des Körpers. Das mag vielleicht auf den ersten Blick
alles sehr öde und unnötig wirken, aber es hilft ungemein den
Aufbau zu verstehen und vorallem warum man etwas so zeichnen soll,
dass es anatomisch korrekt aussieht. Nach einem kurzen Überblick
über die Unterschiede zwischen dem männlichen und weiblichen Körper
gehen wir noch tiefer in die Einzelheiten des Körperbaus. In sechs
Unterkapitel lernen wir alles über den Aufbau und die
Bewegungsabläufe sämlicher Gliedmaßen und deren wichtigsten
Gelenke (Hals, Wirbelsäule, Schultern und Arme, Beine, Hände und
Finger, Füße)
Kapitel
4: Von der Skizze zum Charakter
Das vierte Kapitel ist wieder weniger spezialisiert
gehalten und vermittelt uns weiter gestreute Themen ohne dabei
großartig in die Tiefe zu gehen, da viele Themen in späteren
Büchern der Reihe Kapitelweise behandelt werden.
Die vorherigen Kapitel haben uns sämtliche Grundlagen
für den Körperbau und den Aufbau des Gesichts vermittelt, die wir
brauchen. Da Manga nichts weiter als das Stilisieren der Realität
ist wendet sich das Buch nun verschiedenen Stufen des Stilisierens
zu. Dies ist allerdings nur ein kurzer Abriss auf einer Doppelseite
um eine generelle Übersicht zu gewähren. Ebenso die nächste
Doppelseite zum Thema Charakterdesign. Dies ist für eine grobe
Übersicht allerdings mehr als ausreichend, da diese Themen in den
anderen Büchern mehr als ausführlich behandelt werden.
Es folgt noch einmal eine Zusammenfassung
verschiedenster Gesichts- und Körpertypen inklusive Vorschlägen und
Erläuterungen zu welcher Art von Manga-Charakteren es am besten
passt. Danach gibt es noch einen kurzen Abschnitt zu den
allseitsbeliebten Chibi-Figuren.
Anschließend folgen noch eine kurze Themenabrisse,
nämlich dreidimensionale Posen, Kleidung und dynamische Posen. Die
Abrisse sind alle sehr verständlich und informativ doch leider kommt
der Punkt Kleidung mal wieder zu kurz, da er auch in späteren
Büchern nicht besonders umfangreich erläutert wird.
Zum Ende des Buches gibt es nochmal einen kleinen Blick
hinter die Kulissen, die Entstehung den Cover-Bildes von der Skizze
bis zur Coloration am PC. Es gibt sogar noch einen kleinen
Colorationsexkurs im Anschluss und eine Galerie der Mitwirkenden.
Auf den letzten Seiten gibt es noch ein Informatives
Interview mit Kazuaki Morita und Takehiko Matsumoto über die Essenz
des Manga-Skizzen zeichnens in denen beide Künstler ganz offen über
ihre Arbeit sprechen.
Mein
Fazit:
Mit "How To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen"
hat Carlsen ein wahnsinnig umfangreiches und informatives Werk für
Anfänger und Fortgeschrittene herausgebracht. Wer die Grundlagen
erlernen oder vertiefen möchte sollte auf jeden Fall darüber
nachdenken es sich anzuschaffen.
Mir persönlich hat es nicht geschadet und man hatte das
Gefühl allein durch das Lesen der Texte unglaublich viel gelernt zu
haben.
Ich hoffe meine Rezension war informativ und hilfreich,
nächsten Sonntag stelle ich euch den zweiten Band vor
"How To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga" vor.
Bis dahin viel Spaß am Zeichnen,
eure Flussprinzessin
Dienstag, 5. August 2014
Blätter colorieren mit Buntstiften
Da ich nach meinem Lesezeichen Motiv gefragt wurde wie ich die Blätter coloriert habe, folgt nun ein kleines Tutorial.
Materialien:
Ihr braucht nichts weiter als einen harten Bleistift (am besten H-4H), Buntstifte, ca. 100g starkes Kopierpapier (oder vergleichbares, hauptsache es ist mindestens 100g/m² stark da wir mit vielen Schichten arbeiten), einen Anspitzer und optional einen Fineliner.
Schritt 1:
Wir zeichnen uns die Grundform des Blattes mit dem Bleistift leicht vor.
Schritt 2:
Als nächstes Treffen wir unsere Farbauswahl, dabei ist wichtig, dass wir uns nicht nur in einer Farbgruppe bewegen. Da ich euch zeige wie ich ein natürliches Blatt coloriere habe ich zu den Grüntönen auch Brauntöne genommen. Ihr könnt aber auch ganz andere Farben nehmen und bunte Fantasyblätter colorieren :)
Schritt 3:
Wir umranden als erstes nocheinmal das Blatt und die innere Struktur mit einem dunklen Grün
Schritt 4:
Anschließend grundieren wir das Blatt mit dem hellsten Grün, dass wir herausgesucht haben
Schritt 5:
Dann setzen wir die ersten Schatten mit dem mittleren Grün
Schritt 6:
Jetzt kommen die Brauntöne ins Spiel, mit dem mittleren Braunton schraffieren wir einmal über das komplette Blatt
Schritt 7:
Und anschließend setzen wir die tiefen Schatten mit dem dunklen Braun. Das sieht jetzt noch alles sehr schmierig aus, das beheben wir aber mit dem nächsten Schritt ;)
Schritt 8:
Hier habe ich mehrere Schritte zusammen gefasst. Nachdem wir mit Dunkelbraun schattiert haben verblenden wir nochmal alles mit dem hellgrün indem wir über das gesamte Blatt schraffieren, diese Schritt wiederholen wir dann mit dem Ockerton. Die dunklen Schatten arbeiten wir nochmal mit dem Dunkelgrün vom Anfang heraus und umranden das Blatt außen mit dem Dunkelbraun um es etwas deutlicher abzuheben :)
Optional:
Man kann natürlich auch mit Outlines arbeiten, je nachdem wie es zu eurem Stil passt und was ihr am liebsten mögt. Hier habe ich zum Beispiel nicht mit dem Hellgrün, sondern nur mit dem Ocker verblendet und dadurch eine weniger intensive Farbe erhalten.
Danke fürs anschauen :)
Ich hoffe ihr konntet mit dem Tutorial etwas anfangen. Allen, die die Schraffurtechnik nicht kennen möchte ich an dieser Stelle Zadzeneas Buntstifttutorial nahelegen,
eure Flussprinzessin
Freitag, 11. April 2014
Die Angst vor dem Detail - Warum fällt es manchen von uns so schwer Details zu zeichnen?
-Warum fällt es manchen von uns so schwer Details zu zeichnen?-
Habt ihr euch die Frage schon mal gestellt? Ich stelle sie mir öfter. Warum fällt es mir so schwer Details zu zeichnen - oder Hintergründe, Hände, Kleiderfalten etc. Die Antwort die uns dann meist als erstes Einfällt ist auch oft die Richtige: Ich habe zu wenig Übung darin.
Da taucht dann direkt die Frage auf, warum wir denn zu wenig Übung haben. Weil wir so gut es sich vermeiden lässt eben diese Sachen die uns schwerfallen NICHT zeichnen. Und warum tun wir das nicht? Weil es uns schwerfällt und wir Angst haben damit das Bild was wir Zeichnen irgendwie kaputt zu machen oder im extremsten Fall uns sogar richtig dafür schämen, dass wir es noch nicht so gut können.
Was können wir also tun um diesen echt gemeinen Teufelskreis in dem wir uns befinden zu durchbrechen?
Genau! Wir zeichnen das, wovor wir Angst haben es zu vermasseln! Als wir mit dem Zeichnen angefangen haben mussten wir das, was uns jetzt gut lieg ja auch erst lernen. Haben wir unsere ersten Versuche Leuten gezeigt? Meistens nein. Warum sollten wir das dann jetzt tun?
Klar, es ist nervig und frustrierend 500 Hände oder Rüschenkleider etc. zu zeichnen die man selbst als schlecht empfindet. Vergleicht man aber Zeichnung 1 mit Zeichnung 500 wird man schon einen deutlichen Fortschritt bemerken. Und schaut euch doch einfach mal die Bilder von anderen Zeichnern an, die haben sicherlich auch nicht so detailliert angefangen und sich langsam gesteigert und wenn man noch genauer hinsieht findet man auch bei ihnen kleine Fehlerchen, die jedem mal passieren können - die in der Regel aber im Gesamtbild gar nicht auffallen. Wieso sollte es bei uns dann also anders sein?
Halten wir also fest:
1. Man muss etwas immer und immer wieder zeichnen um sich darin zu verbessern, auch wenn man anfangs selber keinen Fortschritt wahrnimmt - er ist da!
2. Niemand muss eure Übungen sehen und beurteilt oder verurteilt euch deswegen, wir haben alle mal angefangen und kochen alle nur mit Wasser.
3. Ihr wollt doch detaillierter Zeichnen - also warum es nicht einfach tun? Keine Angst und probiert es aus. Wer weiß, vielleicht klappt es ja doch um einiges besser als ihr es erwartet hättet. Lasst euch von euch selbst überraschen!
Eure Flussprinzessin
Donnerstag, 23. Januar 2014
Tutorial: Sand colorieren
Da ich, nachdem ich meine Karte "#359
Wüstensand" hochgeladen hatte, von mehreren gefragt wurde wie ich den Sand
coloriert habe kommt hier ein ganz kleines Tutorial dazu. Es ist wirklich ganz
einfach und wie immer beanspruche ich keine Allgemeingültigkeit für meine Art
der Coloration.
Material:
Um Sand zu colorieren benutze ich den
Copic
-E31 Brick Beige
und die Polychromos
-182 Braunocker
-179 Bister
-178 Nougat
-103 Elfenbein
Die
Colo
Als erstes grundiere ich die Fläche mit
dem Copic E31
Dann zeichne ich vorsichtig mit dem
Polychromo 182 die Linien für den Sand vor, nicht zu dicht und ab und zu mit
Schlaufen damit es nicht so langweilig aussieht.
Dann schattiere ich mit dem selben
Polychromo, lasse aber eine kleine Lücke vor den nächsten Linien wo die
hellsten Stellen im Sand sind.
Als nächstes schattiere ich mit 179
nach, allerdings nicht bis ganz nach unten, da wir ja weiche Übergänge haben
wollen.
Die ganz tiefen Schatten mache ich mit
178 indem ich am oberen Rand jeder "Welle" nochmal nachziehe.
Zum Schluss gehe ich über das ganze mit
103 Elfenbein um es zu verblenden und etwas aufzuhellen.
Ihr seht also, eigentlich ist es ganz
leicht : )
Freitag, 17. Januar 2014
Flussprinzessins Colorationstutorial mit Markern
Hallo ihr Lieben!
Heute melde ich mich mal mit einem
kleinen Tutorial, wie ich meine Kakao-Karten mit Markern coloriere. Wie immer
erhebe ich keine Allgemeingültigkeit auf meine Weise der Coloration, das kann
jeder machen wie er mag. Ich hoffe dennoch, dass ich ein paar Leuten ein paar
Tipps und Tricks vermitteln kann ;)
Inhalt
1. Materialvorstellung
2. Das Colorieren mit Markern
3. Die Feinheiten mit Buntstiften
4. Highlights
1.
Materialvorstellung
Ich coloriere meine meisten Bilder und
Karten mit Markern auf Alkoholbasis, weil sich mit diesen schöne Farbübergänge
schon bei der Grundcoloration gestalten lassen. Außerdem lassen sich bei ihnen
mit Blender (einem farblosen Marker) oder Nagellackentferner schöne Effekte
erzielen, aufgrund ihrer Alkohollöslichkeit.
Ich benutze zwei Arten von Markern:
Einmal die Touch Twin Marker von ShinHan Art International Inc. und die Copic
Ciao von (wer hätte es gedacht^^) Copic.
Die Touchmarker haben eine schmale,
feste Spitze und eine breite flache, wogegen die Copic Ciao (die Copic Sketch
ebenfalls) eine schmale Pinselspitze und eine breitere, flache Spitze besitzen.
Ich arbeite ebenfalls mit Buntstiften. Ich für meinen Teil benutze am
liebsten die Polychromos von Faber Castell. Das sind vielleicht nicht die
günstigsten Stifte auf dem Markt, aber definitiv welche der farbbrilliantesten
und lichtechtesten die ich je in die Finger bekommen habe. Man kann aber auch
ohne Bedenken jeden anderen Buntstift nehmen, mit dem man gerne arbeitet :)
Wenn ich mit Buntstiften arbeite benutze
ich meist noch einen Splender. Der Splender sieht aus wie ein Stift mit
Gummispitze. Da Buntstifte (auch die etwas weicheren Polychromos) sich nicht
mit einem Papierwischer verwischen lassen gibt es diesen Splender um kleinere
Unreinheiten in der Coloration auszubessern und eine ebene Fläche zu bekommen.
Allerdings nur, wenn man auch schon vorher sauber und ordentlich gearbeitet hat
;)
Für die Highlights benutze ich den
"uni-ball Signo broad" in Weiß. Mit diesem Gelpen setze ich
Lichtreflexe und Highlights die ich nicht durch aussparen von Farbe setzen kann.
In diesem Tutorial arbeite ich auf dem
Hahnemühle Nostalgiepapier. Es ist sehr glatt und etwas dicker und somit sowohl
für Marker als auch für Buntstifte sehr geeignet. Allerdings solltet ihr ein
Schmierblatt gegen eventuelles durchbluten unter euer Bild legen, oder aber wie
ich auf einer Unterlage zeichnen.
2.
Das Colorieren mit Markern
Das sind die Lines der Karte die ich in
diesem Tutorial colorieren werde. Zu sehen ist "Nana-Chan and Art :3"s
OC Melih
Um das ganze übersichtlicher zu
gestalten habe ich die Coloration in einzelne Etappen aufgeteilt.
Hut und Mantel (Touch Marker)
BG 9, BG 7, YR 101, Y 104
Als erstes grundiere ich den Hut mit BG
7.
Anschließend setze ich die Schatten mit
BG 9…
… und verblende das ganze wieder mit BG
7.
Für die goldene Hutkrempe, die Kordel,
das Halsband, die Gürtelschnalle und die Taschen Säume brauche ich die Farben
YR 101 und Y 104.
Als erstes grundiere ich wieder mit Y 104,
spare allerdings ein paar Stellen für die Lichtreflexe aus.
Dann schattiere ich das ganze wieder
vorsichtig mit dem YR 101. Auf das Verblenden habe ich hier verzichtet
Beim Mantel gehe ich genauso vor wie
beim Hut:
Augen, Haare, Hose und Gürtel (Touch
Marker)
146, P83, 100
Die Haare grundiere ich nur mit 146
Mauve Shadow, da die Feinheiten und Schatten mit Polychromos gemacht werden.
Bei den Augen ist es ebenso.
Bei der Hose gehen wir wieder vor wie
bei dem Hut und bei dem Mantel. Mit 146 wird grundiert, dann folgen die
Schatten mit P83 und mit 146 wird das Ganze wieder verblendet.
Haut (Copics)
E00, E21, E51, E71
Für die Haut benutze ich Copics. Ich
würde auch für die restliche Coloration Copics verwenden, aber leider besitze
ich zurzeit nur die Hautfarben.
Als erstes grundieren wir das Gesicht
mit E00.
Dann setzen wir immer dunkler werdende
Schatten in der Reihenfolge
-E21
-E51
-E71
So fahren wir dann beim Rest des Körpers
fort.
Holz (Touch Marker)
YR 97
Da ich die Holzstruktur mit Polychromos
ausarbeite grundieren wir das Holz nur mit YR 97.
Wasser (Touchmarker)
B 66, PB 63, PB 64
Als erstes grundiere ich das Wasser mit
B 66.
Dann verdunkle ich das Ganze mit dem PB
63 und spare die helleren Stellen aus.
Mit PB 64 setze ich noch tiefere Akzente
im Wasser…
… bevor ich das ganze wieder mit B 66
verblende.
Himmel und Wolken (Touch Marker)
BG 1, BG 3, BG 5, WG 3, WG 4, WG 5, WG
6, WG 7
Der Himmel wird mit BG 3 grundiert…
… und mit BG 5 werden Akzente gesetzt.
Zum Schluss verblenden wir wieder mit BG
3.
Bei den Wolken wird ein wenig mehr
schattiert. Zuerst werden die Wolken mit WG 3 grundiert, wobei ich Lichtreflexe
wieder ausspare.
Dann schattiere ich immer dunkler
werdend mit WG 4-7 die Wolken…
Dann verblende ich die kompletten Wolken
inklusive der Lichtreflexe mit BG 1.
Seile (Touch Marker)
107
Die Seile werden mit Polychromos
ausgearbeitet und nur mit 107 Sand grundiert.
3.
Feinheiten mit Buntstiften
Da das verfeinern mit Buntstiften sehr
aufwendig ist werde ich dem noch ein eigenes Tutorial widmen. So sieht die
Karte nach dem verfeinern mit Polychromos aus:
4.
Highlights
Highlights setzen mit einem Gelpen ist
ganz leicht, alles was glänzt und/oder glitzert wird mit dem weißen Gelpen
hervorgehoben.
Das war's dann im Grunde auch schon :)
Ich hoffe mein Tutorial hat euch
gefallen!
Hier seht ihr noch einmal den Scan der
fertigen Karte und ich hoffe sehr, dass sie Nana-Chan gefällt :)
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