Sonntag, 24. August 2014

Diese Woche leider keine Buchrezension

Aus privaten Gründen wird die Rezension zu "How To Draw Manga - Manga-Figuren entwickeln" erst in 1 - 1 1/2 Wochen erscheinen. Ich bitte euch um euer Verständnis :)

Sonntag, 17. August 2014

Buchrezension "How To Draw Manga - Perfekte Proportionen im Manga"

Quelle: https://www.carlsen.de/taschenbuch/perfekte-proportionen-im-manga/18715#Presse

"Dieser HOW TO DRAW MANGA-Band widmet sich den Grundlagen des Manga-Zeichnens - und dies in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Schritt für Schritt zeigen japanische Autoren und Zeichner innerhalb jedes Bandes, wie es richtig geht. Der Band richtet sich dabei nicht an komplette Anfänger, sondern an Fortgeschrittene, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, aber von echten Profis lernen möchten, wie man Manga richtig zeichnet. In diesem Band geht es um die richtigen Größenverhältnisse und Proportionen beim Mangazeichnen. "

"How To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga" ist der zweite Band einer Reihe von Zeichenbüchern die seit 2010 im Carlsen Verlag erschienen sind. Wie der Titel schon verrät, behandelt dieser Band das Abmessen und zeichnen der menschlichen Proportionen im Manga-Stil. Dabei wird in vier umfangreichen Kapiteln und auf 182 Seiten erklärt wie das Kopf-Körper-Verhältnis funktioniert, welche Kopf-Körper-Verhältnisse es gib und wie man auf Grundlage dessen Proportionen abmisst und zeichnet. Das Buch ist wie sein Vorgänger sehr schön und selbsterklärend bebildert, die Texte sind lehrreich und unterhaltsam geschrieben.
Den größten Anteil in diesem Band haben jedoch die Chibi-Figuren bekommen, dennoch kommen die anderen Kopf-Körper-Verhältnisse nicht zu kurz. Sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene ist dieses Buch eine nützliche Anschaffung, wenn man seine Proportionskenntnisse vertiefen oder gar neue Kopf-Körper-Verhältnisse erlernen möchte.

"How To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga"- Genauere Betrachtung des Buches

Für alle die noch etwas genauer über den Inhalt und Aufbau des Buches informiert werden wollen, habe ich in dem folgenden Artikel den Aufbau der Kapitel inhaltlich zusammengefasst, damit ihr genau wisst was euch erwartet, solltet ihr einen Kauf in Erwägung ziehen.

Kapitel 1: Ein Blick hinter die Kulissen: Das skizzieren der richtigen Proportionen

Das erste Kapitel ist eine Einführung in die verschiedenen Kopf-Körper-Verhältnisse (ich verwende im folgenden nur noch KKVs), dabei wird vorallem erst einmal erklärt welche KKVs als niedlich und welche als attraktiv gelten und wie man sie verschiedenen Altersgruppen zuordnet.
Anschließend werden die KKVs 1:2 bis 1:6 vorgestellt und in einer Übung erklärt wie man einen Charakter mit einem 1:6 KKV zu einem Charakter mit 1:2,5 KKV um zeichnet.
Als Abschluss der Einführung folgt ein Gespräch zwischen Autor Hikaru Hayashi und Mangaka Kazuaki Morita, welchen wir ja schon aus Band 1 kennen, über Proportionen und Skizzieren. Das Fazit dieses Gesprächs wird in drei Grundsätzen, um die Zeichentechnit zu verbessern zusammengefasst.

Kapitel 2: Die Grundlagen der Proportionen

Das zweite Kapitel beginnt mit einer Übersicht und Erläuterung attraktiver KKVs. Dazu wird unser heutiges Schönheitsideal mit dem Schönheitsideal des 15. Jahrhunderts verglichen.
Es folgt eine Doppelseite zum zeichnen eines attraktiven 1:7 KKVs inklusive Kleidung, was allerdings wiedereinmal nur als Nebensache behandelt und nicht näher erläutert wird.

Nun kommen wir zum sehr chibilastigen Teil, mit einer Erklärung wie man Chibis in den KKVs 1:2 bis 1:4 zeichnet. Das Ganze wird nocheinmal durch eine Übersicht aller KKVs inklusive der attraktiven unterbrochen um anschließend in einen sehr großen Abschnitt zum Thema Proportionen von Chibis inklusive verschiedener Posen und Kleidung überzuleiten. Ebenfalls wird auf einer Doppelseite kurz die Proportionen nach Leonardo da Vinci angesprochen.
Den Abschluss bildet der Abschnitt Proportionen in verschiedenen Winkeln zeichnen, dabei wird jeweils ein Beispiel für ein 1:7 und ein Chibi KKV im Vergleich gezeigt.

Kapitel 3: Stilisierungen die im Manga verwendet werden

Das dritte Kapitel beginnt mit einem Abschnitt über das Zeichnen von Bewegung. Dabei wir an einfachen Bewegungsabläufen erklärt wie diese funktionieren und darzustellen sind und bietet damit eine gute Überleitung zum nächsten Abschnitt. In diesem wird vermittelt, wie man Actionposen stilisiert. Das Hauptaugenmerkt liegt dabei auf den Bewegungsabläufen "Laufen", "Springen" und "Landen".
Da im Manga aber nicht nur Bewegungsabläufe stilisiert werden, folgt ein Abschnitt über Gesten und Emotionen. Die Erklärungen und Bilder sind überwiegend im Chibistil gehalten, lassen sich aber problemlos auf jedes KKV übertragen. Ebenso wie der letzte Abschnitt des Kapitels, in dem erklärt wird, wie man mit Hilfe von Licht und Schatten Gesichtsausdrücke übertreit und so intensiviert.

Kapitel 4: Charakterdesign und Farbgebung

Das vierte Kapitel beschäftigt sich unteranderem mit dem Charakterdesign von Figuren und dem festlegen von Rollen. Dabei wird im Beispiel eine Familie entworfen und gestaltet. Der Hauptanteil dieses Kapitels beschäftigt sich jedoch mit dem Einsatz von Farbe. Mangaka Kazuaki Morita zeigt am Beispiel eines attraktiven Charakters den Einsatz von Farbe und ebenfalls die Covergestaltung.
Da nicht jeder die Möglichkeit oder auch Lust hat am PC zu kolorieren ist ein Beispiel einer Buntstiftkoloration von Hiroko Shioda gegeben.
Zum Schluss wird noch das Beispiel Catgirls als spezielle Charaktere kurz angesprochen, aber nicht besonders intesiv behandelt.

Fazit:

Ein sehr informatives und gut verständliches Buch zum Thema Proportionen. Es ist nochmal hervorzuheben, dass das Buch sehr chibilastig ist, in den meisten Fällen lassen sich die Erläuterungen aber problemlos auf andere KKVs übertragen. Die einzelnen Unterthemen werden sehr umfangreich behandelt, wenn man von dem Zusatzthemen im Kapitel 4 einmal absieht.
Dennoch kann ich das Buch nur empfehlen.

Ich hoffe meine Rezension hat euch weitergeholfen. Nächsten Sonntag geht es weiter mit Band 3 der Reihe "How To Draw Manga – Manga-Figuren entwickel".

Einen schönen Sonntag und viel Spaß beim Zeichnen,
eure Flussi

Sonntag, 10. August 2014

Buchrezension "How To Draw Manga - Manga-Skizzen zeichnen"


Abbildung 1: Quelle: http://www.carlsen.de/taschenbuch/manga-skizzen-zeichnen/18712#Presse

"Diese Reihe widmet sich den Grundlagen des Manga-Zeichnens - und dies in einer Qualität, die ihresgleichen sucht. Sie richtet sich dabei nicht nur an Anfänger sondern auch an Fortgeschrittene, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, aber von echten Profis lernen möchten, wie man richtig Manga zeichnet. Speziell wird in diesem Buch das Zeichnen von Skizzen behandelt, sozusagen die Basis allen Mangazeichner-Strebens... Schritt für Schritt zeigen japanische Autoren und Zeichner, wie es richtig geht."


"How To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" ist der erste Band einer Reihe von Zeichenbüchern die seit 2010 im Carlsen Verlag erschienen sind. Wie der Titel schon verrät, behandelt der erste Band das Manga-Skizzen zeichnen. Dabei wird in vier umfangreichen Kapiteln und auf 183 Seiten erklärt was eine Manga-Skizze von einer normalen Skizze unterscheidet und wie man auf Grundlage einer Skizze eigene Charaktere entwickelt. Das Buch arbeitet sich von Grundlagen, wie das Zeichnen einzelner Körperabschnitte, hin zu verschiedenen Posen und Körpertypen. Es wird von Profis anschaulich erklärt wie man vorgeht und vorallem auch warum man es so macht. Zusammenfassend kann man sagen, dass " How To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" eine lohnende Anschaffung für alle ist, die gerade erst mit dem Zeichnen anfangen, aber auch für Fortgeschrittene, die noch an ihren Zeichentechniken arbeiten wollen.

"How To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" – Genauere Betrachtung des Buches

Für alle die noch etwas genauer über den Inhalt und Aufbau des Buches informiert werden wollen, habe ich in dem folgenden Artikel den Aufbau der Kapitel inhaltlich zusammengefasst, damit ihr genau wisst was euch erwartet, solltet ihr einen Kauf in Erwägung ziehen.

Kapitel 1: Etwas aus dem Kopf zeichnen

Das erste Kapitel behandelt erst einmal den grundlegenden Unterschied zwischen einer Manga-Skizze und einer normalen Skizze, den viele (mich eingeschlossen) vielleicht gar nicht so benennen könnten. Um dies zu verdeutlichen und um den Lesern direkt Lust auf das Zeichnen zu machen, werden mehrere Auszüge aus dem Skizzenbuch eines Mangaka inklusive Erläuterungen präsentiert.
Um den Leser nicht gleich ins eiskalte Wasser zu stoßen bekommen wir auch noch einen Blick hinter die Kulissen und über die Schultern gleich zweier professioneller Mangaka.
Dadurch werden uns verschiedene Herangehensweisen von Kazuaki Morita und Takehiko Matsumoto gezeigt. Herr Morita zeigt uns wie er einen weiblichen Körper und das Close-Up eines Gesichts zeichnet und Takehiko Matsumoto, der mit einer ganz anderen Technik skizziert, zeichnet einen jungen Mann und erläutert das Experiment "Spiegelverkehrt zeichnen"
Abschließend für dieses einführende Kapitel folgt eine Zusammenfassung des gelernten und ein kleiner Exkurs der Mangaskizze als Grundlage für eine Illustration.

Kapitel 2: Die Grundlagen für das Zeichnen eines Gesichts im Manga-Stil

Wie der Kapitelname es erahnen lässt fangen wir nun selber an zu zeichen. Es wird sehr ausführlich und anschaulich erklärt wie ein Gesicht aufgebaut ist und welche verschiedenen Gesichtsformen und Stilisierungen es gibt. Danach wird die Schwierigkeit ein bisschen erhöht und der Grundaufbau des Kopfes als dreidimensionales Objekt bildlich und schriftlich erläutert. Dabei bleibt immer noch alles sehr gut nachvollziehbar und fördert das Verständnis für die Darstellung eines Kopfes.
Anschließend werden uns sehr detailliert die einzelnen Gesichtsmerkmale erklärt und wie sie darzustellen sind.
Abschließend für dieses Kapitel und meiner Meinung nach überaus sinnvoll und sehr gut erklärt, wenden wir uns den Gesichtsmuskeln und ihren Einfluss auf den Gesichtsausdruck zu. Dabei werden ein paar Gesichtsausdrücke wie z.B. Wut, Überraschung und Lächeln als Beispiele gezeigt wie sich die Muskeln unter der Haut bewegen um ein besseres Verständnis für die Darstellung des Gesichtsausdrucks zu gewährleisten. Man hat in einer Gegenüberstellung das fertige Manga-Gesicht und daneben die Darstellung der Muskulatur und wie diese sich bei einem solchen Gesichtsausdruck verhält.

Kapitel 3: Körper im Manga-Stil zeichnen

Nachdem wir also gelernt haben wie man einen Kopf und das Gesicht zeichnet und dabei auch noch was über die Gesichtsmuskulatur gelernt haben, geht es nun daran Körper im Mangastil zu zeichnen.
Etwas ungewöhnlich im Vergleich mit anderen Zeichenbüchern fangen wir in "Manga-Skizzen zeichnen" mit der Rückansicht auf Basis der Wirbelsäule an. Das ist meiner Meinung nach allerdings ein besserer Ansatz als dem Leser einfach eine Figur vor die Nase zu stellen in die die einzelnen Gelenke eingezeichnet sind und zu schreiben: "So wird's gemacht!".
Hier wird erst einmal anschaulich und gut bebildert erklärt wie die Wirbelsäule funktioniert und welche Bewegungen möglich sind, um anschließend in einer Schritt für Schritt Zeichnung zu erklären wie man mit diesem Wissen einen überzeugenden Körper zeichnet. Dabei werden gleich verschiedene Perspektiven und Posen mit einbezogen und erklärt.

Da man aber nicht nur Charaktere von hinten oder der Seite zeichnet wird im nächsten Abschnitt die Medianlinie als Pendant zur Wirbelsäule erklärt. Diese Linie wird oft auch als Mittelline genannt und dient der Darstellung der Wirbelsäule auf der Vorderseite des Körpers.
In mehreren Beispielen wird gleich erklärt wie man mit der Medianlinie natürliche Posen gestalten kann und leitet in einen kleinen Exkurs zum Thema Körperschwerpunkt über.

Nun geht es richtig Tief in die Materie Anatomie und Proportionen in einem sehr umfangreichen Teil des dritten Kapitels.
In dem Unterpunkt "Aufbau des Körpers" beschäftigen wir uns mit dem Knochenbau und den verschiedenen Muskelgruppen des Körpers. Das mag vielleicht auf den ersten Blick alles sehr öde und unnötig wirken, aber es hilft ungemein den Aufbau zu verstehen und vorallem warum man etwas so zeichnen soll, dass es anatomisch korrekt aussieht. Nach einem kurzen Überblick über die Unterschiede zwischen dem männlichen und weiblichen Körper gehen wir noch tiefer in die Einzelheiten des Körperbaus. In sechs Unterkapitel lernen wir alles über den Aufbau und die Bewegungsabläufe sämlicher Gliedmaßen und deren wichtigsten Gelenke (Hals, Wirbelsäule, Schultern und Arme, Beine, Hände und Finger, Füße)

Kapitel 4: Von der Skizze zum Charakter

Das vierte Kapitel ist wieder weniger spezialisiert gehalten und vermittelt uns weiter gestreute Themen ohne dabei großartig in die Tiefe zu gehen, da viele Themen in späteren Büchern der Reihe Kapitelweise behandelt werden.

Die vorherigen Kapitel haben uns sämtliche Grundlagen für den Körperbau und den Aufbau des Gesichts vermittelt, die wir brauchen. Da Manga nichts weiter als das Stilisieren der Realität ist wendet sich das Buch nun verschiedenen Stufen des Stilisierens zu. Dies ist allerdings nur ein kurzer Abriss auf einer Doppelseite um eine generelle Übersicht zu gewähren. Ebenso die nächste Doppelseite zum Thema Charakterdesign. Dies ist für eine grobe Übersicht allerdings mehr als ausreichend, da diese Themen in den anderen Büchern mehr als ausführlich behandelt werden.
Es folgt noch einmal eine Zusammenfassung verschiedenster Gesichts- und Körpertypen inklusive Vorschlägen und Erläuterungen zu welcher Art von Manga-Charakteren es am besten passt. Danach gibt es noch einen kurzen Abschnitt zu den allseitsbeliebten Chibi-Figuren.

Anschließend folgen noch eine kurze Themenabrisse, nämlich dreidimensionale Posen, Kleidung und dynamische Posen. Die Abrisse sind alle sehr verständlich und informativ doch leider kommt der Punkt Kleidung mal wieder zu kurz, da er auch in späteren Büchern nicht besonders umfangreich erläutert wird.

Zum Ende des Buches gibt es nochmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen, die Entstehung den Cover-Bildes von der Skizze bis zur Coloration am PC. Es gibt sogar noch einen kleinen Colorationsexkurs im Anschluss und eine Galerie der Mitwirkenden.
Auf den letzten Seiten gibt es noch ein Informatives Interview mit Kazuaki Morita und Takehiko Matsumoto über die Essenz des Manga-Skizzen zeichnens in denen beide Künstler ganz offen über ihre Arbeit sprechen.

Mein Fazit:

Mit "How To Draw Manga – Manga-Skizzen zeichnen" hat Carlsen ein wahnsinnig umfangreiches und informatives Werk für Anfänger und Fortgeschrittene herausgebracht. Wer die Grundlagen erlernen oder vertiefen möchte sollte auf jeden Fall darüber nachdenken es sich anzuschaffen.
Mir persönlich hat es nicht geschadet und man hatte das Gefühl allein durch das Lesen der Texte unglaublich viel gelernt zu haben.

Ich hoffe meine Rezension war informativ und hilfreich,
nächsten Sonntag stelle ich euch den zweiten Band vor "How To Draw Manga – Perfekte Proportionen im Manga" vor.

Bis dahin viel Spaß am Zeichnen,
eure Flussprinzessin

Dienstag, 5. August 2014

Blätter colorieren mit Buntstiften



Da ich nach meinem Lesezeichen Motiv gefragt wurde wie ich die Blätter coloriert habe, folgt nun ein kleines Tutorial.

Materialien:
Ihr braucht nichts weiter als einen harten Bleistift (am besten H-4H), Buntstifte, ca. 100g starkes Kopierpapier (oder vergleichbares, hauptsache es ist mindestens 100g/m² stark da wir mit vielen Schichten arbeiten), einen Anspitzer und optional einen Fineliner.

Schritt 1:

 


Wir zeichnen uns die Grundform des Blattes mit dem Bleistift leicht vor.

Schritt 2:




Als nächstes Treffen wir unsere Farbauswahl, dabei ist wichtig, dass wir uns nicht nur in einer Farbgruppe bewegen. Da ich euch zeige wie ich ein natürliches Blatt coloriere habe ich zu den Grüntönen auch Brauntöne genommen. Ihr könnt aber auch ganz andere Farben nehmen und bunte Fantasyblätter colorieren :)

Schritt 3:



Wir umranden als erstes nocheinmal das Blatt und die innere Struktur mit einem dunklen Grün

Schritt 4:
Anschließend grundieren wir das Blatt mit dem hellsten Grün, dass wir herausgesucht haben




Schritt 5:
Dann setzen wir die ersten Schatten mit dem mittleren Grün


Schritt 6:
Jetzt kommen die Brauntöne ins Spiel, mit dem mittleren Braunton schraffieren wir einmal über das komplette Blatt


Schritt 7:
Und anschließend setzen wir die tiefen Schatten mit dem dunklen Braun. Das sieht jetzt noch alles sehr schmierig aus, das beheben wir aber mit dem nächsten Schritt ;)


Schritt 8:
Hier habe ich mehrere Schritte zusammen gefasst. Nachdem wir mit Dunkelbraun schattiert haben verblenden wir nochmal alles mit dem hellgrün indem wir über das gesamte Blatt schraffieren, diese Schritt wiederholen wir dann mit dem Ockerton. Die dunklen Schatten arbeiten wir nochmal mit dem Dunkelgrün vom Anfang heraus und umranden das Blatt außen mit dem Dunkelbraun um es etwas deutlicher abzuheben :)

Optional:
Man kann natürlich auch mit Outlines arbeiten, je nachdem wie es zu eurem Stil passt und was ihr am liebsten mögt. Hier habe ich zum Beispiel nicht mit dem Hellgrün, sondern nur mit dem Ocker verblendet und dadurch eine weniger intensive Farbe erhalten.

Danke fürs anschauen :)
Ich hoffe ihr konntet mit dem Tutorial etwas anfangen. Allen, die die Schraffurtechnik nicht kennen möchte ich an dieser Stelle Zadzeneas Buntstifttutorial nahelegen,
eure Flussprinzessin

Freitag, 11. April 2014

Die Angst vor dem Detail - Warum fällt es manchen von uns so schwer Details zu zeichnen?

-Warum fällt es manchen von uns so schwer Details zu zeichnen?-
Habt ihr euch die Frage schon mal gestellt? Ich stelle sie mir öfter. Warum fällt es mir so schwer Details zu zeichnen - oder Hintergründe, Hände, Kleiderfalten etc. Die Antwort die uns dann meist als erstes Einfällt ist auch oft die Richtige: Ich habe zu wenig Übung darin. 
Da taucht dann direkt die Frage auf, warum wir denn zu wenig Übung haben. Weil wir so gut es sich vermeiden lässt eben diese Sachen die uns schwerfallen NICHT zeichnen. Und warum tun wir das nicht? Weil es uns schwerfällt und wir Angst haben damit das Bild was wir Zeichnen irgendwie kaputt zu machen oder im extremsten Fall uns sogar richtig dafür schämen, dass wir es noch nicht so gut können.

Was können wir also tun um diesen echt gemeinen Teufelskreis in dem wir uns befinden zu durchbrechen?
Genau! Wir zeichnen das, wovor wir Angst haben es zu vermasseln! Als wir mit dem Zeichnen angefangen haben mussten wir das, was uns jetzt gut lieg ja auch erst lernen. Haben wir unsere ersten Versuche Leuten gezeigt? Meistens nein. Warum sollten wir das dann jetzt tun? 
Klar, es ist nervig und frustrierend 500 Hände oder Rüschenkleider etc. zu zeichnen die man selbst als schlecht empfindet. Vergleicht man aber Zeichnung 1 mit Zeichnung 500 wird man schon einen deutlichen Fortschritt bemerken. Und schaut euch doch einfach mal die Bilder von anderen Zeichnern an, die haben sicherlich auch nicht so detailliert angefangen und sich langsam gesteigert und wenn man noch genauer hinsieht findet man auch bei ihnen kleine Fehlerchen, die jedem mal passieren können - die in der Regel aber im Gesamtbild gar nicht auffallen. Wieso sollte es bei uns dann also anders sein?

Halten wir also fest:
1. Man muss etwas immer und immer wieder zeichnen um sich darin zu verbessern, auch wenn man anfangs selber keinen Fortschritt wahrnimmt - er ist da!
2. Niemand muss eure Übungen sehen und beurteilt oder verurteilt euch deswegen, wir haben alle mal angefangen und kochen alle nur mit Wasser.
3. Ihr wollt doch detaillierter Zeichnen - also warum es nicht einfach tun? Keine Angst und probiert es aus. Wer weiß, vielleicht klappt es ja doch um einiges besser als ihr es erwartet hättet. Lasst euch von euch selbst überraschen!

Eure Flussprinzessin

Donnerstag, 23. Januar 2014

Tutorial: Sand colorieren



Da ich, nachdem ich meine Karte "#359 Wüstensand" hochgeladen hatte, von mehreren gefragt wurde wie ich den Sand coloriert habe kommt hier ein ganz kleines Tutorial dazu. Es ist wirklich ganz einfach und wie immer beanspruche ich keine Allgemeingültigkeit für meine Art der Coloration.



Material:

Um Sand zu colorieren benutze ich den Copic
-E31 Brick Beige

und die Polychromos
-182 Braunocker
-179 Bister
-178 Nougat
-103 Elfenbein

Die Colo

Als erstes grundiere ich die Fläche mit dem Copic E31
 

Dann zeichne ich vorsichtig mit dem Polychromo 182 die Linien für den Sand vor, nicht zu dicht und ab und zu mit Schlaufen damit es nicht so langweilig aussieht.





Dann schattiere ich mit dem selben Polychromo, lasse aber eine kleine Lücke vor den nächsten Linien wo die hellsten Stellen im Sand sind.




Als nächstes schattiere ich mit 179 nach, allerdings nicht bis ganz nach unten, da wir ja weiche Übergänge haben wollen.




Die ganz tiefen Schatten mache ich mit 178 indem ich am oberen Rand jeder "Welle" nochmal nachziehe.




Zum Schluss gehe ich über das ganze mit 103 Elfenbein um es zu verblenden und etwas aufzuhellen.




Ihr seht also, eigentlich ist es ganz leicht : )

Freitag, 17. Januar 2014

Flussprinzessins Colorationstutorial mit Markern



Hallo ihr Lieben!
Heute melde ich mich mal mit einem kleinen Tutorial, wie ich meine Kakao-Karten mit Markern coloriere. Wie immer erhebe ich keine Allgemeingültigkeit auf meine Weise der Coloration, das kann jeder machen wie er mag. Ich hoffe dennoch, dass ich ein paar Leuten ein paar Tipps und Tricks vermitteln kann ;)

Inhalt
1. Materialvorstellung
2. Das Colorieren mit Markern
3. Die Feinheiten mit Buntstiften
4. Highlights

1. Materialvorstellung
Ich coloriere meine meisten Bilder und Karten mit Markern auf Alkoholbasis, weil sich mit diesen schöne Farbübergänge schon bei der Grundcoloration gestalten lassen. Außerdem lassen sich bei ihnen mit Blender (einem farblosen Marker) oder Nagellackentferner schöne Effekte erzielen, aufgrund ihrer Alkohollöslichkeit.

Ich benutze zwei Arten von Markern: Einmal die Touch Twin Marker von ShinHan Art International Inc. und die Copic Ciao von (wer hätte es gedacht^^) Copic.
Die Touchmarker haben eine schmale, feste Spitze und eine breite flache, wogegen die Copic Ciao (die Copic Sketch ebenfalls) eine schmale Pinselspitze und eine breitere, flache Spitze besitzen.



Ich arbeite ebenfalls mit Buntstiften. Ich für meinen Teil benutze am liebsten die Polychromos von Faber Castell. Das sind vielleicht nicht die günstigsten Stifte auf dem Markt, aber definitiv welche der farbbrilliantesten und lichtechtesten die ich je in die Finger bekommen habe. Man kann aber auch ohne Bedenken jeden anderen Buntstift nehmen, mit dem man gerne arbeitet :)




Wenn ich mit Buntstiften arbeite benutze ich meist noch einen Splender. Der Splender sieht aus wie ein Stift mit Gummispitze. Da Buntstifte (auch die etwas weicheren Polychromos) sich nicht mit einem Papierwischer verwischen lassen gibt es diesen Splender um kleinere Unreinheiten in der Coloration auszubessern und eine ebene Fläche zu bekommen. Allerdings nur, wenn man auch schon vorher sauber und ordentlich gearbeitet hat ;)




Für die Highlights benutze ich den "uni-ball Signo broad" in Weiß. Mit diesem Gelpen setze ich Lichtreflexe und Highlights die ich nicht durch aussparen von  Farbe setzen kann.



In diesem Tutorial arbeite ich auf dem Hahnemühle Nostalgiepapier. Es ist sehr glatt und etwas dicker und somit sowohl für Marker als auch für Buntstifte sehr geeignet. Allerdings solltet ihr ein Schmierblatt gegen eventuelles durchbluten unter euer Bild legen, oder aber wie ich auf einer Unterlage zeichnen.


2. Das Colorieren mit Markern

Das sind die Lines der Karte die ich in diesem Tutorial colorieren werde. Zu sehen ist "Nana-Chan and Art :3"s OC Melih




Um das ganze übersichtlicher zu gestalten habe ich die Coloration in einzelne Etappen aufgeteilt.

Hut und Mantel (Touch Marker)
BG 9, BG 7, YR 101, Y 104

Als erstes grundiere ich den Hut mit BG 7.


Anschließend setze ich die Schatten mit BG 9…



… und verblende das ganze wieder mit BG 7.



Für die goldene Hutkrempe, die Kordel, das Halsband, die Gürtelschnalle und die Taschen Säume brauche ich die Farben YR 101 und Y 104.
Als erstes grundiere ich wieder mit Y 104, spare allerdings ein paar Stellen für die Lichtreflexe aus.



Dann schattiere ich das ganze wieder vorsichtig mit dem YR 101. Auf das Verblenden habe ich hier verzichtet



Beim Mantel gehe ich genauso vor wie beim Hut:














Augen, Haare, Hose und Gürtel (Touch Marker)
146, P83, 100

Die Haare grundiere ich nur mit 146 Mauve Shadow, da die Feinheiten und Schatten mit Polychromos gemacht werden. Bei den Augen ist es ebenso.



Bei der Hose gehen wir wieder vor wie bei dem Hut und bei dem Mantel. Mit 146 wird grundiert, dann folgen die Schatten mit P83 und mit 146 wird das Ganze wieder verblendet.










Haut (Copics)
E00, E21, E51, E71

Für die Haut benutze ich Copics. Ich würde auch für die restliche Coloration Copics verwenden, aber leider besitze ich zurzeit nur die Hautfarben.
Als erstes grundieren wir das Gesicht mit E00.






Dann setzen wir immer dunkler werdende Schatten in der Reihenfolge

-E21


-E51


-E71


So fahren wir dann beim Rest des Körpers fort.




Holz (Touch Marker)
YR 97

Da ich die Holzstruktur mit Polychromos ausarbeite grundieren wir das Holz nur mit YR 97.




Wasser (Touchmarker)
B 66, PB 63, PB 64
Als erstes grundiere ich das Wasser mit B 66.



Dann verdunkle ich das Ganze mit dem PB 63 und spare die helleren Stellen aus.



Mit PB 64 setze ich noch tiefere Akzente im Wasser…



… bevor ich das ganze wieder mit B 66 verblende.




Himmel und Wolken (Touch Marker)
BG 1, BG 3, BG 5, WG 3, WG 4, WG 5, WG 6, WG 7

Der Himmel wird mit BG 3 grundiert…



… und mit BG 5 werden Akzente gesetzt.



Zum Schluss verblenden wir wieder mit BG 3.



Bei den Wolken wird ein wenig mehr schattiert. Zuerst werden die Wolken mit WG 3 grundiert, wobei ich Lichtreflexe wieder ausspare.



Dann schattiere ich immer dunkler werdend mit WG 4-7 die Wolken…



Dann verblende ich die kompletten Wolken inklusive der Lichtreflexe mit BG 1.




Seile (Touch Marker)
107

Die Seile werden mit Polychromos ausgearbeitet und nur mit 107 Sand grundiert.




3. Feinheiten mit Buntstiften

Da das verfeinern mit Buntstiften sehr aufwendig ist werde ich dem noch ein eigenes Tutorial widmen. So sieht die Karte nach dem verfeinern mit Polychromos aus:




4. Highlights

Highlights setzen mit einem Gelpen ist ganz leicht, alles was glänzt und/oder glitzert wird mit dem weißen Gelpen hervorgehoben.





Das war's dann im Grunde auch schon :)
Ich hoffe mein Tutorial hat euch gefallen!


Hier seht ihr noch einmal den Scan der fertigen Karte und ich hoffe sehr, dass sie Nana-Chan gefällt :)